BIOGRAPHIE


Der schweizerisch-deutsche Bariton Simon Schnorr studierte Gesang an den Musikhochschulen Freiburg, Karlsruhe und Leipzig bei Professor Markus Goritzki, Professor Roland Hermann und Professor Hans-Joachim Beyer. Wichtige Impulse für seine künstlerische Entwicklung erhielt er als Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau und Margreet Honig. Ergänzend besuchte er Meisterkurse bei Ernst Haefliger, Thomas Hampson, Kiri Te Kanawa, Kurt Widmer und Dmitry Vdovin.

Bereits während des Studiums debütierte Simon Schnorr in zahlreichen Rollen am Badischen Staatstheater Karlsruhe, unter anderem als Donner in Wagners «Das Rheingold» und als Ping in Puccinis «Turandot». Aufsehen erregte er mit der kurzfristigen Übernahme der Partie des Traveller in Brittens «Death in Venice», für dessen Gestaltung er gleichermaßen von Publikum und Presse hochgelobt wurde.

Im Anschluss war er Ensemblemitglied am Salzburger Landestheater (2009-16), an dem er in einer Vielzahl zentraler Rollen seines Fachs, wie in den Titelpartien in Mozarts «Don Giovanni», in Tschaikowskys «Eugen Onegin» und in Händels «Imeneo» sowie u.a. als Conte di Almaviva in «Le nozze di Figaro», als Guglielmo in «Così fan tutte», als Papageno in «Die Zauberflöte», als Dandini in «La Cenerentola» und als Belcore in «L’elisir d’amore» zu erleben war.

In der Folge erhielt er Gastverpflichtungen an bedeutende Opernbühnen. So verkörperte er die Titelrolle in Mozarts «Don Giovanni» am Teatro La Fenice in Venedig, wo er auch in weiteren Produktionen zu hören war («Werther», «Die lustige Witwe» und «Richard III»). Daneben wurde er zu den Salzburger Festspielen («Lulu»), den Salzburger Osterfestspielen («Parsifal»), dem Glyndebourne Festival («Eugen Onegin») sowie an die Hamburgische Staatsoper («Daphne»), an das Teatro dell’ Opera di Roma («Die lustige Witwe»), an das National Centre for the Performing Arts Peking («Arien und Ensembles aus Mozarts Opern») und zu den Festivals in Aix-en-Provence, Edinburgh, St. Margarethen und Verbier eingeladen. An der Seite von John Malkovich trat er als Giacomo 2 in dessen Musiktheaterprojekt «The Giacomo Variations» in Europa und Nordamerika auf.

Neben seiner Operntätigkeit etablierte sich Simon Schnorr als vielseitiger Konzertsänger. Sein breit gefächertes Repertoire, das vom Barock zu Zeitgenössischem reicht, führte ihn an europäische Musikzentren wie die Elbphilharmonie Hamburg (Bach: «Weihnachtsoratorium»), den Herkulessaal München (Mahler: «Lieder eines fahrenden Gesellen»), die Tonhalle Zürich, die Victoria Hall Genf (jeweils Brahms: «Ein deutsches Requiem»), das Auditorium in Mailand (Bach: «Johannes- und Matthäus-Passion»), das Konzerthaus Berlin (Bach: «Weihnachtsoratorium») und die Philharmonie Essen (Orff: «Carmina Burana»). Sein künstlerisches Schaffen ist in zahlreichen Aufnahmen (BR, NDR, SWR, Deutschlandfunk Kultur, arte, ORF, RAI) dokumentiert. Ein Livemitschnitt der Operettenproduktion «Die Faschingsfee» (cpo) am Staatstheater am Gärtnerplatz München wurde in die Bestenliste der deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. Für die Einspielung «Polychoral Splendour» (audite), mit Werken von Heinrich Schütz, wurde er als Mitglied der Cappella Murensis mit dem International Classical Music Award (ICMA) in der Kategorie «Baroque Vocal» ausgezeichnet.

Simon Schnorr arbeitete mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Orchester Wiener Akademie, dem Ensemble Resonanz, dem Concerto Köln und dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Marc Albrecht, Michael Boder, Jacques Delacôte, Martin Haselböck, Stefano Montanari und Mirga Gražinytė-Tyla sowie mit Regisseuren wie Robert Carsen, Christof Loy, Damiano Michieletto, Vera Nemirova, Peter Stein und Michael Sturminger zusammen.

2021-2022 season / 504 words. Not to be altered without permission.