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«Mit seinem leuchtenden Bariton ist Simon Schnorr in der Titelrolle der perfekte Verführer.»


OPERNWELT, Peter Hagmann: Geisterspiel, in: Opernwelt 12/2020
 
Simon Schnorr
 



S    BIOGRAPHIE

Der schweizerisch-deutsche Bariton Simon Schnorr erhielt seine musikalische Grundausbildung als Alt-Solist beim Tölzer Knabenchor. Dort sammelte er erste Bühnenerfahrungen – insbesondere als Dritter Knabe in Mozarts Zauberflöte, beispielsweise bei den Salzburger Festspielen unter Sir Georg Solti, an der Bayerischen Staatsoper unter Lothar Zagrosek und an der Staatsoper Unter den Linden unter Daniel Barenboim. Im Konzertfach sang er unter anderem in Bachs Kantaten und Motetten unter Nikolaus Harnoncourt und Gustav Leonhardt.

Sein Gesangsstudium absolvierte er an den Musikhochschulen in Freiburg (Markus Goritzki) und Leipzig (Hans-Joachim Beyer), bevor er seine Ausbildung an der Musikhochschule in Karlsruhe bei Roland Hermann mit Auszeichnung abschloss (2008). Wichtige Impulse für seine künstlerische Entwicklung erhielt er als Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau und Margreet Honig. Ergänzend besuchte er Meisterkurse bei Ernst Haefliger, Thomas Hampson, Kiri Te Kanawa, Kurt Widmer und Dmitry Vdovin.

Bereits während des Studiums debütierte Simon Schnorr in zahlreichen Rollen am Badischen Staatstheater Karlsruhe, unter anderem als Donner in Wagners Das Rheingold, als Ping in Puccinis Turandot und als Pelléas in Pelléas et Mélisande. Überregionales Aufsehen erregte er mit der kurzfristigen Übernahme der Partie des Traveller in Brittens Death in Venice (2009), für dessen Gestaltung er gleichermaßen von Publikum und Presse hochgelobt wurde.

Im Anschluss war er Ensemblemitglied am Salzburger Landestheater (2009-16). Dort verkörperte er die Titelpartien in Don Giovanni, Eugen Onegin und Imeneo (Georg Friedrich Händel) sowie Rollen wie Il Conte di Almaviva in Le nozze di Figaro, Guglielmo in Così fan tutte, Don Fernando in Fidelio, Belcore in L‘elisir d’amore, Dandini in La Cenerentola und Gabriel von Eisenstein in Die Fledermaus.

In der Folge erhielt er Gastverpflichtungen an bedeutende Opernbühnen. Im Jahr 2019 übernahm er die Titelrolle in Mozarts Don Giovanni am Teatro La Fenice in Venedig, wo er auch in weiteren Produktionen zu hören war (Werther, Die lustige Witwe und Richard III). Daneben wurde er zu den Salzburger Festspielen (Lulu), den Salzburger Osterfestspielen (Parsifal und Lohengrin), dem Glyndebourne Festival (Eugen Onegin) sowie an die Hamburgische Staatsoper (Daphne), an das Teatro dell’ Opera di Roma (Die lustige Witwe), an das National Centre for the Performing Arts Peking (Arien und Ensembles aus Mozarts Opern) und zu den Festivals in Aix-en-Provence, Edinburgh, St. Margarethen und Verbier eingeladen. An der Seite von John Malkovich trat er als Giacomo 2 in dessen Musiktheaterprojekt The Giacomo Variations in Europa und Nordamerika auf.

Zuletzt war er in Strauss' Die Fledermaus (Gabriel von Eisenstein) am Teatro Carlo Felice in Genua unter der Leitung von Fabio Luisi (2023), in Stravinskys The Rake’s Progress (Nick Shadow) am Theater Orchester Biel Solothurn (2023/24) und in den Uraufführungen von Elena Kats-Chernins Opern Der herzlose Riese (König Henrik der Hilflose, Erzähler) und A Christmas Carol (Fezziweg, Geist 3) an der Philharmonie Luxembourg (2023/24) zu erleben.

Neben seiner Operntätigkeit etablierte sich Simon Schnorr als vielseitiger Konzertsänger. Sein breit gefächertes Repertoire, das vom Barock zu Zeitgenössischem reicht, führte ihn an europäische Musikzentren wie die Elbphilharmonie Hamburg (Bach: Weihnachtsoratorium), den Herkulessaal München (Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen), die Tonhalle Zürich, die Victoria Hall Genf (jeweils Brahms: Ein deutsches Requiem), das Auditorium in Mailand (Bach: Johannes- und Matthäus-Passion), das Konzerthaus Berlin (Bach: Weihnachtsoratorium) und die Philharmonie Essen (Orff: Carmina Burana).

In der Spielzeit 2023/24 führen ihn Konzertverpflichtungen an das Nationale Forum für Musik Breslau (Arien und Duette von Lehár, Stolz und Strauss), in die Kölner Philharmonie und das Prinzregententheater München (jeweils Bach: Weihnachtsoratorium), in die Laeiszhalle Hamburg, an die Thüringer Bachwochen und das Musikfest ION in Nürnberg (jeweils Bach: Johannes-Passion).

Sein künstlerisches Schaffen ist in zahlreichen Aufnahmen (BR, NDR, SWR, Deutschlandfunk Kultur, arte, ORF, RAI) dokumentiert. Ein Livemitschnitt der Operettenproduktion Die Faschingsfee (cpo) am Staatstheater am Gärtnerplatz München wurde in die Bestenliste der deutschen Schallplattenkritik aufgenommen. Für die Einspielung Polychoral Splendour (audite), mit Werken von Heinrich Schütz, wurde er als Mitglied der Cappella Murensis mit dem International Classical Music Award (ICMA) in der Kategorie Baroque Vocal ausgezeichnet.

Simon Schnorr arbeitete mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Orchester Wiener Akademie, dem Ensemble Resonanz, dem Concerto Köln und dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Marc Albrecht, Michael Boder, Jacques Delacôte, Martin Haselböck, Fabio Luisi, Stefano Montanari, Christian Thielemann, Constantin Trinks und Mirga Gražinytė-Tyla sowie mit Regisseuren wie Robert Carsen, Christof Loy, Damiano Michieletto, Vera Nemirova, Peter Stein und Michael Sturminger zusammen.



 
 
 


S    NEWS



 


 


S    GALERIE


 


 


«Simon Schnorr ließ einen Bariton von eminentem Höhenglanz und einer satten, virilen Mittellage hören.»

Das Opernglas

TH. BALTENSWEILER, CASANOVA IN DER SCHWEIZ, IN: DAS OPERNGLAS 12/2020

«Mit seinem leuchtenden Bariton ist Simon Schnorr in der Titelrolle der perfekte Verführer.»

Opernwelt

PETER HAGMANN: GEISTERSPIEL, IN: OPERNWELT 12/2020

«Simon Schnorr füllt die Titelrolle prachtvoll aus.»

CH Media

CHRISTIAN BERZINS: OPERNAUSGRABUNG: HALB FÜR DIE FÜCHSE, HALB FÜR DIE EWIGKEIT, IN: CH MEDIA, 01.11.2020

«Agil und strahlend gab Simon Schnorr einen hinterlistigen Melot mit fülligem Timbre.»

Das Opernglas

S. BARNSTORF, TRISTAN UND ISOLDE, IN: DAS OPERNGLAS 03/2022

«Simon Schnorr e Jerzy Butryn convincono, sia vocalmente che scenicamente, nei rispettivi ruoli di Bill e Joe.»

OperaLibera

MARCO FEVERZANI: ASCESA E CADUTA DELLA CITTÁ DI MAHAGONNY, IN: OPERALIBERA, 30.04.2022

«Nick Shadow kann man sich kaum teuflischer, gefährlicher dargestellt vorstellen als von Simon Schnorr.»

Onlinemerker

JAN KROBOT: THE RAKE’S PROGRESS VON IGOR STRAWINSKY, NUR WER WAGT, GEWINNT, IN: ONLINEMERKER, 09.11.2023

«Bariton Simon Schnorr als Nick Shadow alias Teufel mit vielen Differenzierungen seiner diabolischen Verführung.»

Schaffhauser Nachrichten

MARTIN EDLIN: OPERNKUNST IM STADTTHEATER: MEISTERLEISTUNG MIT «THE RAKE’S PROGRESS», IN: SCHAFFHAUSER NACHRICHTEN, 23.11.2023

«Simon Schnorr verleiht der windigen Gestalt des Nick Shadow mit einem fiesen Lächeln und gekonnter Dynamik einen schneidigen, listigen Ton.»

Der Bund

JASMIN GOLL: IM TAUMEL DER FREIHEIT, IN: DER BUND, 28.10.2023

 
 


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